Schwerst-Transport im Siegerland

 

Am 22.Februar 2012 war ein wahrer Gigant auf Schienen im Siegerland unterwegs.
Von Kreuztal nach Dahlbruch wurde ein Walzenständer zur Fa. SMS transportiert. Der grösste Tragschnabelwagen in Deutschland war erforderlich um das 285 Tonnen wiegende Teil zu befördern.
Zusammen mit dem Eigengewicht des Wagens rollten ca. 600 to auf 32 Achsen.

Schon die Anreise hatte es in sich: von Duisburg hätte der Zug eigentlich über Köln die Siegstrecke hinauf rollen sollen.
Die Höchstgeschwindigkeit von 10 Km/h und die Tatsache, das zwischen Siegburg und Au keine geeigneten Überholgleise mehr existieren, verlangten eine andere Streckenführung.
Von Duisburg ging es also quer durch das Ruhrgebiet und weiter bis Paderborn, dann nach Kassel und über Giessen, Wetzlar und Dillenburg nach Siegen bzw. Kreuztal.
Die befahrene Strecke musste stromlos geschaltet werden da eine Berührung der Oberleitung mit dem Walzenständer nicht auszuschliessen war.
Durch alle diese Umstände 'hing' der Transport heute 4 Tage.
Infolge dieses Termindruck entschied man kurzerhand, den Zug während des Tages an sein Ziel zu bringen.
Zwischen Kreuztal und Hilchenbach (eingleisige Streckenführung) ging demzufolge von 07:00 Uhr bis 11:45 Uhr nichts mehr.
Dabei hatte niemand daran gedacht, die Fahrgäste an der Strecke zu informieren und so kamen viele heute nicht zur Schule, zum Arbeitsplatz oder an ein anderes Ziel.
Erst von den Fotografen erfuhren sie, dass der erste Triebwagen nicht vor Mittag fahren werde.
Na ja, die Bahn...

Aber nun zu den Aufnahmen, welche ich von dem Transport machen konnte

bei Kredenbach kommt mir der Zug das erste mal vor die Linse

dann erscheint auch der Tragschnabelwagen


ein wahrhaft imposantes Teil


die Brücke in der Ortsmitte von Kredenbach wurde g a n z langsam überquert


weiter geht's in Richtung Dahlbruch


Ankunft im (leider ziemlich heruntergekommenen) Bahnhof von Dahlbruch


der Zug wird getrennt...


und gibt den Blick auf den Tragschnabelwagen...


und das Werkstück frei




die Lok setzt um an das andere Ende...




und schiebt den Wagen ins Werksgelände


schnell noch ein Aufnahme von der Brücke, wer weiss schon, was die 600 to anrichten...


sehr vorsichtig schiebt die Ludmilla den Wagen über die Brücke


als auch das zweite Fahrgestell die Brücke überquert hat, konnte man aufatmen: alles gutgegangen


nur die zusätzlich angebrachte Lehre zur Kontrolle des Lichtraumprofils hat etwas gelitten

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